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Interview

Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi zur Wirtschaftskrise im Iran

Abkommen ja oder nein? Diese Frage spaltet den Iran. Soll die islamische Republik am Atomabkommen festhalten, obwohl die USA es gebrochen und Sanktionen gegen das Land in Kraft gesetzt haben? Die EU jedenfalls setzt alles daran, das Abkommen zu retten. Dafür haben die Europäer diese Woche 50 Millionen Euro an Hilfen für den Iran auf den Weg gebracht. Unterdessen ziehen sich aber immer mehr Unternehmen aus dem Iran zurück und Fluggesellschaften stellen ihre Flüge nach Teheran ein. Was kann, was muss der angeschlagene iranische Präsident Hassan Rohani in dieser Krise tun? Und wie bedrohlich sind die Proteste auf den Straßen für seine Regierung? Darüber habe ich mit Shirin Ebadi gesprochen. Sie ist iranische Anwältin, die für ihren Einsatz für Menschenrechte mit dem Friedennobelpreis ausgezeichnet worden ist. Nachdem sie im Iran jahrelang Repressionen ausgesetzt war, lebt sie inzwischen in England. Ich wollte anfangs von ihr wissen: Donald Trump ist aus dem Iran-Deal ausgestiegen. Er hat Sanktionen wieder in Kraft gesetzt. Sie sind ständig im Kontakt mit vielen Menschen im Iran, wie sehr hat sich deren Situation in den vergangenen Monaten verschlechtert?


 

Deutschlandfunk,Informationen am Morgen 25.08.2018